Porträtfoto Rechtsanwalt Benno Jonas

Benno Jonas

Rechtsanwalt

Welche Themen stehen derzeit bei Ihrer Beratung besonders im Fokus?

In Unternehmen werden Digitalisierungsprozesse immer wichtiger. Viele Arbeitgeber arbeiten mit Hochdruck an einer regelrechten Transformation und als arbeitsrechtliche Berater begleiten wir diese Prozesse sehr eng. Denn der Gesetzgeber erwartet von Arbeitgebern, dass die Betriebsräte umfangreich mit eingebunden werden und auch bei Entscheidungsprozessen auf Augenhöhe mitwirken können. Von diesen Verhandlungen hängt viel ab. Unsere anwaltliche Tätigkeit bewegt sich deshalb an einer wirtschaftlichen Schlüsselstelle. Wir müssen uns immer wieder vergegenwärtigen: Begriffe wie „Digitalisierung“ oder „Arbeit 4.0“ sind keine bloßen Modewörter, sondern beschreiben einen Prozess der die deutsche Wirtschaft – gerade den Mittelstand – wettbewerbsfähig halten soll. Es macht große Freude Unternehmen bei dieser Aufgabe zu unterstützen.

 

Die Beratung von Arbeitgebern unterscheidet sich maßgeblich von reiner Arbeitnehmerberatung. Welche Gesichtspunkte stellen Sie – fernab juristischer Fragestellungen – bei Ihrer Zusammenarbeit in den Mittelpunkt?

Ich denke, dass eine dauerhafte und vertrauensvolle Beziehung mit unseren Mandanten gerade in der arbeitsrechtlichen Beratung für Unternehmen große Vorteile bringt. Mit der Zeit bekommt man als Berater einen sehr tiefen Einblick in die Betriebe und deren tägliche Personalarbeit. Dies versetzt uns in vielen Fällen deutlich besser in die Lage, mit dem Arbeitgeber pragmatische Lösungen zu erarbeiten. Denn unsere Arbeit erschöpft sich ja nicht in formaljuristischen Ausarbeitungen. Das wichtigste ist, dass unsere Lösungen in der Praxis funktionieren und Betriebe funktionieren nun mal nicht ausschließlich nach juristischen Gesetzmäßigkeiten. Diese sind natürlich die zwingende Grundlage für eine praxisnahe Beratung. Hinzu kommt aber immer ein sehr großer Teil intensiver Analyse und strategischer Planung.

 

Die Gründungspartner von EMPLAWYERS haben ausnahmslos einen Großkanzlei-Hintergrund. Warum ist das Konzept einer Boutique-Kanzlei für Sie als Berater der jüngeren Generation interessant?

Aus dem einfachen Grund, dass ich seit dem Beginn meiner Anwaltstätigkeit voll hinter dem Beratungsansatz einer kompakten Einheit stehe. Dabei geht es weniger um einen vermeintlichen Kulturunterscheid zu Wettbewerbern die in Großkanzleien arbeiten. Es gibt einen echten Mehrwert für unsere Mandanten. In Boutique-Kanzleien gibt es keine Kostenstellen, die es erst einmal wirtschaftlich zu füllen gilt, sondern man hat die nötigen Freiräume, um sich um das zu kümmern, was den Mandanten weiterbringt.

  • Eine allgemein gefasste arbeitsvertragliche Verschwiegenheitsklausel begründet keinen Geschäftsgeheimnisschutz
    GWR 2022, 152
    (Entscheidungsbesprechung zu ArbG Aachen, Urteil vom 13.1.2022 – 8 Ca 1229/20 · Beck · Ausgabe 9/2022 S.152 · Mitwirkung: Autor)
  • Betriebliche Geheimnisse gut geschützt wissen
    Personalmagazin
    (Magazinbeitrag · HAUFE · Ausgabe 6/2019 S. 82 - 84 · Mitwirkung: Co- Autor mit Dr. Frank Walk)
  • Arbeits­vertragliche Verschwiegen­heitsklauseln nach der Einführung des Geschäfts­geheimnis­gesetzes
    Der Betrieb
    (Fachaufsatz · Handelsblatt Fachmedien · Jahrgang 2020 S. 1738 - 1741 · Mitwirkung: Autor)